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Fertigungskosten schätzen mit Software oder Excel?

Wer ein physisches Produkt plant, muss die Herstellkosten schätzen, lange bevor die erste Charge läuft. Diese Übersicht stellt sieben Wege dafür nebeneinander und zeigt, wann welcher passt.

Vergleich: sieben Wege zur Kostenschätzung

Preise anderer Anbieter nennen wir nicht, sie hängen vom Umfang ab. Verglichen werden Stärken und Grenzen; nur der Tarif von FinancialOS ist mit Betrag angegeben.

WegStärkeGrenze
Taschenrechner / PapierSofort startklar, nichts einzurichtenJede Annahmeänderung heißt neu rechnen; kaum nachvollziehbar
Excel, selbst gebautFrei gestaltbar, vertraute UmgebungFormelfehler fallen spät auf; Verknüpfung mit P&L von Hand
Excel-Vorlage für KalkulationStruktur ist vorgegebenPasst nur, wenn Ihre Kostenarten zur Vorlage passen
Kalkulationsberater / DienstleisterFachwissen für Aufbau und PlausibilisierungHonorar je Runde; Wissen liegt außerhalb des Teams
Buchhaltungs- oder ERP-SoftwareIst-Kosten aus gebuchten BelegenSchätzt künftige Kosten selten; Szenarien kaum vorgesehen
COGM-Software wie FinancialOSFünf Kostenarten konfigurierbar, direkt mit der P&L verknüpftCOGM im Pro-Tarif (149 € pro Monat zzgl. USt.); Annahmen liefern weiterhin Sie
Eigenes Kostenrechnungs-System / Konzern-ERPTiefe Kostenstellen- und AuftragsrechnungHoher Einführungsaufwand; für frühe Startups meist überdimensioniert

Woraus sich die Fertigungskosten zusammensetzen

FinancialOS rechnet die Herstellkosten (COGM) aus fünf Bausteinen je Produkt: Rohstoffe, direkte Fertigungskosten, Primärverpackung, Sekundärverpackung und Inbound-Logistik. Die Grundrechnung je Einheit ist eine Summe:

Stückkosten = Rohstoffe + direkte Fertigungskosten + Primärverpackung + Sekundärverpackung + Inbound-Logistik

Beispiel mit angenommenen Werten, keine Marktangabe: 3,20 € Rohstoffe + 1,10 € Fertigungslohn + 0,45 € Primärverpackung + 0,15 € Sekundärverpackung + 0,30 € Inbound-Logistik = 5,20 € je Einheit. Ob Gemeinkosten hinzukommen, hängt von Ihrer Kalkulationsmethode ab; die Hintergründe stehen in der Anleitung zur COGM-Berechnung.

Wann welcher Weg passt

  • Ein Produkt, wenige Kostenarten: Excel reicht meist, solange die Schätzung nicht in eine Gesamtplanung einfließen muss.
  • Mehrere Produkte und Szenarien: Hier lohnt Software, die die Kosten direkt mit P&L und Cash Flow verknüpft. Mehr dazu unter Finanzplanung für Product-Startups.
  • Kalkulation zum ersten Mal aufsetzen: Ein Berater kann Struktur und Annahmen plausibilisieren; die laufende Pflege bleibt danach im Team.
  • Nur Ist-Kosten gefragt: Dafür genügt die Auswertung aus Buchhaltung oder ERP; geschätzt wird damit nichts.

Die COGM-Funktion gehört zum Pro-Tarif (149 € pro Monat zzgl. USt.). Alle Tarife stehen auf der Preisseite.

Häufige Fragen

Wie lassen sich Fertigungskosten für ein neues Produkt schätzen?

Üblich ist, die Stückkosten aus ihren Bestandteilen aufzubauen: Rohstoffe, direkte Fertigungskosten, Verpackung und Inbound-Logistik je Einheit. Die Werte stammen vor der Produktion aus Angeboten, Mustern und Vergleichsprodukten und werden mit den ersten echten Chargen nachgeschärft.

Welche Kostenarten bildet FinancialOS im COGM ab?

Rohstoffe (Raw Materials), direkte Fertigungskosten (Direct Labor), Primärverpackung auf Produktebene, Sekundärverpackung auf Paketebene und Inbound-Logistik. Alle fünf sind konfigurierbar und direkt mit der P&L verknüpft.

Reicht Excel zum Schätzen der Fertigungskosten?

Für ein Produkt mit wenigen Kostenarten oft ja. Schwieriger wird es, wenn mehrere Produkte, Mengenstaffeln und Szenarien zusammenkommen und die Kosten in die P&L und den Cash Flow einfließen sollen. Dann steigt der Abstimmungsaufwand zwischen den Tabellenblättern.

In welchem FinancialOS-Tarif ist COGM enthalten?

COGM gehört zum Pro-Tarif (149 € pro Monat zzgl. USt.; bei jährlicher Abrechnung 1.488 € pro Jahr) und zu Enterprise. Der Starter-Tarif umfasst laut Tarifübersicht P&L und Cash Flow Statement.

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